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 Schulstress, Prüfungsstress, Karrierestress, Freizeitstress, Umweltstress ... – Stresssituationen gehören zum Leben, begleiten unser Leben. Was ist eigentlich Stress?Stress ist ein biologischer Mechanismus, ein automatischer Reflex unseres Körpers, mit dem wir auf bestimmte Reize aus der Umwelt reagieren. Im Körper passiert dann folgendes: Wir atmen schneller und nehmen mehr Sauerstoff auf, unser Herzschlag beschleunigt sich. Die Muskeln werden stärker durchblutet und weniger wichtige körperliche Vorgänge wie zum Beispiel die Verdauung heruntergefahren. Jetzt hat unser Organismus Zugriff auf seine Energiereserven und ist auf die Bewältigung eines Problems vorbereitet. Dies alles passiert in wenigen Sekundenbruchteilen. Folgt dann eine körperliche Aktivität, baut sich die Stresssituation wieder ab und nach einer Zeit der Erholung kehrt unser Organismus in den körperlichen Normalzustand zurück.

Was bewirkt StressGrundsätzlich ist Stress positiv für uns Menschen. Ein gesundes Maß an Stress hält den Organismus funktionstüchtig und steigert die Leistungsfähigkeit. Jeder von uns hat schon erlebt, wie Stresssituationen Leistungsreserven frei setzen: In Prüfungen agiert man besonders gut. Erst unter Termindruck taucht plötzlich die rettende Idee auf. In Stress zu geraten war für unsere steinzeitlichen Vorfahren überlebenswichtig, um auf Bedrohungen und Gefahren angemessen mit Kampf oder Flucht reagieren zu können. Heute lösen in erster Linie typische Alltagssituationen, zu Beispiel Leistungs- oder Zeitdruck, in unserem Körper das Signal Stress aus.

Ist ein gesundes Maß an Stress Voraussetzung für Leistung (Eu-Stress: positiver, gesunder Stress), kann übermäßiger Stress (Dis-Stress: negativer, schädlicher Stress) uns auslaugen, extrem erschöpfen (Burnout) und Erkrankungen bis hin zu Herzinfarkt und Krebs mit verursachen. Körper und Psyche können der Belastung nicht mehr standhalten und rebellieren. Wir verharren regelrecht im Stress und sind nicht mehr in der Lage, die Stresssituation natürlich abzubauen. Betroffene können dann unter Nervosität, Aggressionen, Lernschwierigkeiten oder Schlafstörungen leiden. Probleme im familiären wie beruflichen Alltag, Konflikte in der Partnerschaft, aber auch seelische Krisen und psychosomatische Beschwerden, sind ebenfalls Folgen der nicht abgebauten Stressreize in unserem Alltag.

Was kann man gegen Stress tunDie Ursachen von Stress sind vielfältig (akute Stressfaktoren, Stressauslöser, seine Auslöser sind). Alltägliche Hetze, Leistungs- und Zeitdruck, Überforderung am Arbeitsplatz, drohende Arbeitslosigkeit gehören heute zu den typischen Stressauslösern mit ihren weitreichenden Folgen für Körper und Seele.

Natürlich können wir zum Beispiel bei einer Stresssituation am Arbeitsplatz nicht sofort Dampf ablassen und wie unsere Vorfahren sofort davonlaufen oder angreifen. Wir sind dem Stress aber nicht hilflos ausgeliefert, wenn es uns gelingt, einen Weg zu finden, den Stress abzubauen und angemessen und ruhiger auf Stressauslöser zu reagieren. Gut ist auf jeden Fall, wenn es gelingt, die Stressreize von außen zu reduzieren und wenigstens die Wocheneden und Urlaube stressfrei zu gestalten.

Einfach dem Stress davon laufen!Diese Aufforderung sollte man ruhig wörtlich nehmen. Denn körperliche Aktivität ist das beste Mittel gegen Stress. Beim Training wird der gestresste Körper (Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Muskulatur) wieder regeneriert – und auch die Psyche. Bei der sportlichen Betätigung können die natürlichen Prozesse der Stressreaktion vollständig ablaufen.

Neben Joggen eignet sich jeder Ausdauersport, um Stress abzubauen, dies gilt allerdings nur für ein regelmäßiges Training. Ob man sich für Joggen, (Nordic)Walken, Tanzen, Radfahren oder Schwimmen entscheidet, bleibt der individuellen Vorliebe überlassen. Wichtig ist, eine Sportart zu wählen, die Spaß macht und uns in keinem Fall in die Stressfalle Leistung tappen lässt, denn dann ist die körperliche Bewegung kontraproduktiv, nämlich ungesund. Läufer, die keuchend mit schmerzverzerrtem Gesicht an ihre Leistungsgrenze gehen setzten ganz schnell Stresshormone frei(z.B. Adrenalin) und fühlen sich nach dem Lauf lustlos, müde und erschöpft.

Entspannung kontra Stress!Entspannung baut Stress ab, ganz individuell und vielfältig: Für die einen sind es gesellige oder kulturelle Aktivitäten, für die anderen die Lektüre eines Buches oder das Abschalten in der heimischen Badewanne. Für manche bedeutet Entspannung einfach nur Ausruhen, Nichtstun und Tagträumen. Ein äußerst wirkungsvolles Anti-Stress-Training sind Entspannungstechniken, wie zum Beispiel autogenes Training und Muskelentspannung nach Jacobson, oder die asiatischen Varianten Yoga und Qigong. Alle genannten Techniken wirken auf das vegetative Nervensystem und entspannen Körper, Geist und Seele tief: Das Herz-Kreislaufsystem wird positiv beeinflusst, das Immunsystem gestärkt und das Körperbewusstsein sensibilisiert. Nach einiger Zeit lässt ein Gefühl der Gelassenheit und Ausgeglichenheit den Übenden ruhiger und angemessener auf alltägliche Stressreize reagieren.

Und ein ganz simples Korrektiv gegen Stress: Lebenslust! Halten wir es einfach mit dem Dichter Marc Twain „Gib jedem Tag die Chance, der schönste in Deinem leben zu werden“

 

 Bach-Blüten zählen zu den komplementärmedizinischen Anwendungen und werden in der Selbstmedikation, aber auch zum Beispiel in zahnmedizinischen Praxen eingesetzt – vor allem die Notfallmischung, die sogenannten Rescue-Tropfen. Sie enthält fünf verschiedene Bach-Blüten: Star of Bethlehem, Cherry Plum, Impatiens, Clematis und Rock Rose. Die Notfallmischung ist Teilder Bach-Blütentherapie, die in den 1930er Jahren von dem bekannten englischen Arzt Dr. Edward Bach als alternativmedizinisches Verfahren entwickelt wurde und auf insgesamt 38 Blüten-Essenzen basiert. Dr. Bach hatte herausgefunden, dass die Energie, die in bestimmten Pflanzen gespeichert ist, in einem besonderen Verhältnis zu den Emotionen des Menschen steht. Seine Therapie arbeitet mit den negativen menschlichen Emotionen, auf die die Bachblüten ausgleichend wirken und dem Körper die Heilung ermöglichen.

Bach Rescue-Tropfen werden in akuten Belastungs- oder Stress-Situationen eingenommen: Nach dem Erhalt einer schlimmen Nachricht, bei innerer Spannung vor aufregenden Ereignissen wie einer OP oder Prüfung zum Beispiel. Sie helfen, extreme Gemütszustände (Angst, Schock, Schreck, Panik) zu überwinden. Die Rescue-Mischung (mit den fünf Bachblüten-Konzentraten) wird in sogenannte „Stockbottles“ abgefüllt und ist in naturheilkundlich gut sortierten Apotheken frei erhältlich. Im Akutfall können bis zu vier Tropfen aus der Stockbottle in ein Glas Wasser gegeben und schluckweise, über ein bis zwei Stunden verteilt, getrunken werden – ein weiteres Glas kann im Laufe des Tages folgen. Oder man lässt sich in der Apotheke eine fertige Rescue-Einnahme-Flasche mischen (mit den 5 Blüten-Konzentraten + Wasser + Alkohol) und gibt davon vier Tropfen direkt aus der Pipette in den Mund bzw. träufelt sie auf die Handinnenfläche und nimmt sie mit der Zunge auf. Diese Einnahme kann bis zu sechsmal am Tag erfolgen. Dabei sind die Bach-Blüten vollkommen ungefährlich, frei von Nebenwirkungen und auch für Kinder gut geeignet. Die Verwendung der Rescue-Tropfen sollte aber nur vorübergehend sein und nicht zur Gewohnheit werden.

Und: Die Einnahme von Bach-Blüten ersetzt keine erforderliche medizinische Maßnahme oder Behandlung. Sie unterstützt auf sanfte Weise, ganz individuell unsere Selbstheilungskräfte und reaktiviert die natürlichen Ressourcen von Körper und Psyche.

Gemeinschaft ist eine der wichtigsten Faktoren für die eigene Zufriedenheit. Sozialwissenschaftler und Psychologen wissen: Gute soziale Beziehungen geben Kraft. Soziale Bindungen und Netze verbessern die emotionale Zufriedenheit und damit die Lebensqualität. Es gibt bereits Studien, die zeigen, dass bei Menschen mit geringen sozialen Kontakten das Erkrankungsrisiko vor allem im koronaren Bereich steigt. Wer dagegen bewusst und regelmäßig Beziehungen pflegt, bei Restaurant- und Konzertbesuchen zum Beispiel, in Vereinen und Parteien, in Gottesdiensten, beim nachbarlichen Kaffeeplausch, kann sicher sein, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Außerdem  liegt es im Wesen des Menschen, gute  Beziehungen zu Mitmenschen, zur Umwelt und zur Natur zu pflegen. Die Egozentrik in unserer heutigen Gesellschaft lässt diese urmenschliche Wesensart aber oft nicht zur Entfaltung kommen.

FreundschaftDie Freundschaft ist eine ganz besondere Beziehung. Freunde sind Wahlverwandte und bereichern unser Dasein. Sie inspirieren und unterstützen, beruflich wie privat. Mehr noch: Sie beeinflussen unser physisches und seelisches Wohlbefinden, belegen Ergebnisse aus der psychologischen und medizinischen Forschung. Freundschaftspflege ist beste Gesundheitsvorsorge, und natürlich die Liebesfähigkeit. Wer Liebe geben kann und einen liebevollen, achtsamen Umgang mit anderen pflegt, wer aus dem Herzen heraus leben kann, besitzt ein ganz großes Gesundheitselixier.

Auch wenn uns heute das Freundschaftideal im 18. Jahrhundert in Vielem überspannt und pathetisch vorkommen mag, es wirkt bis heute nach. Befragt man heute Menschen zum Thema Freundschaft, wird deutlich, dass  das Bedürfnis nach vertrauensvollen Beziehungen eine große Rolle spielt. Halt geben, Halt finden, Nähe und Herzenswärme spüren, sind Assoziationen, die sofort mit dem Gedanken der Freundschaft verbunden werden. Freundschaft gilt als höchstes Gut, gerade in unserer beschleunigten, immer komplizierter werdenden Welt, in der Familienbande brüchiger werden und der Konkurrenzkampf im Job härter. Gerade dann werden Freundschaften als Bündnisse des Schutzes und der Geborgenheit, als Ort der Kraft immer wichtiger. Gute Freunde sind Vertraute, sind Menschen, die uns gut tun, mit denen wir gerne zusammen sind und über das, was uns bewegt reden können. Freunde unterstützen in schweren Zeiten und machen uns stark. Freundschaft bedeutet Vertrautheit und auch Vertrauen. Mit Freunden wird aber auch Freude geteilt, werden Erfolge genossen und Feste gefeiert. Freunde können „Wahlverwandte“ sein.

„Kein besseres Heilmittel gibt es im Leid, als eines edlen Freundes Zuspruch“. Euripides

Das persönliche GesprächAuch wenn die moderne Netzkommunikation die Kultur der Freundschaft verändert hat und heute mit Facebook, Twitter und Co. neue Angebote der sozialen Kommunikation eine große Rolle bei der Beziehungspflege spielen, wird der „echte“ Austausch mit anderen immer seine Bedeutung behalten. Das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht, die Reaktion auf Mimik, Körpersprache und Stimme sind und bleiben ein Muss für jede Gesprächssituation, die nicht in Oberflächlichkeit verharren will. Online-Beziehungen mögen noch so zahlreich sein, sie ersetzen nicht das reale Miteinander, das unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit stärkt. „Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn zu pflegen weiß“, befand schon Goethe und pflegte nicht nur mit Dichterkollege Friedrich Schiller zeitlebens eine intensive Freundschaft.

Austausch Arzt-PatientWas für soziale Kontakte im Allgemeinen gilt, gilt im Besonderen für die Beziehung zwischen Arzt/Naturheilkundler/Therapeut und Patient. Das reale Miteinander, der intensive Austausch mit Menschen in helfenden und heilenden Berufen ist durch medizinische Online-Ratgeber, die verstärkt im Netz platziert werden, nicht zu ersetzen. Gerade unsere hektische, schnelllebige Zeit braucht eine menschliche Medizin. Und Medizin ist nur dann menschlich, wenn Ärzte sich Zeit nehmen für ihre Patienten, (auf)klärend kommunizieren, den Erkrankungsursachen auf den Grund gehen und nicht schnelldiagnostisch Pillen verschreiben. Menschliche Medizin bedarf aber auch eines mündigen Patienten, der Eigenverantwortung für seine Gesundheit übernimmt.

 

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es heraus. Alte Sprichworte wie diese, die sich mit der Tugend Freundlichkeit befassen, zeigen einen tiefen Wahrheitsgehalt. Gerade in unserer heutigen Zeit macht es Sinn, daran zu erinnern. Stress, Schnelllebigkeit und Multitasking prägen unseren Alltag immer mehr. Eine immense Informationsflut stürzt auf uns ein und will verarbeitet werden. Da bleibt wenig Zeit für ein kleines freundliches Wort oder ein Lächeln, dass von Herzen kommt. Offensichtlich haben wir es verlernt, diese einfachen, aber wirkungsvollen Kommunikationsmittel einzusetzen, die so viel bewirken können. Sie entspannen eine verkrampfte Situation, signalisieren Interesse und Zuwendung, muntern auf. Und sie transportiert vor allem eines – Freundlichkeit, eine Tugend die heute fast verschwunden scheint. 

Sozialpsychologen bezeichnen Freundlichkeit als anerkennendes und liebenswürdiges Verhalten im Umgang mit anderen Menschen und der sozialen Umgebung. Freundlichkeit hat viel mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und Respekt zu tun. Und sie ist eng verwandt mit der Eigenschaft Empathie (mitfühlen können, sich in andere hineinversetzen). Freundlichkeit gehört, wie Höflichkeit oder Taktgefühlt, längst zum Kanon der sozialen Kompetenzen, die vermehrt auch von Arbeitgebern geschätzt und gefordert werden. Freundlichkeit ist eine moderne Führungsqualität und verbessert als erstrebenswerte Verhaltensweise das Betriebsklima und die persönlichen Aufstiegschancen. Und nicht nur das: Untersuchungen haben ergeben, wer seiner Umwelt freundlich entgegentritt, lebt auch gesünder. Die emotionale Zufriedenheit freundlicher Menschen wächst und die ist, neben dem Sport- und Ernährungsverhalten, Gradmesser für eine gesunde Lebensweise. 

Es regnet. Flott und locker geht die 75-Jährige die letzten 50 Meter bis zur Wohnungstür des Einfamilienhauses – in der linken Hand den Schirm, in der rechten Hand die vollbepackte Einkaufstasche. Mit Mitte 70 noch so fit und gesund sein, wer möchte das nicht. Aber: Ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper ab. Seine Funktionsfähigkeit schränkt sich ein, er verliert an Muskelmasse und Kraft. Die Ursachen hierfür sind einerseits genetisch bedingt, andererseits aber auch abhängig vom Lebensstil. Heute sind sich Geriatrie und Sportwissenschaft einig: Dem altersbedingten Leistungsverlust kann man entgegenwirken und jeder kann viel dafür tun. Ausreichende Mobilität, also muskuläre Aktivität, spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Wer im Alter einen seiner Gesundheit zuträglichen Fitnessstand erreichen will, muss nicht zum Leistungssportler werden. Bereits ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten kräftigt Herz und Kreislauf und trainiert das Immunsystem. Ideal für Senioren und Seniorinnen sind darüber hinaus Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen, Radfahren oder Tanzen. Mäßig, aber regelmäßig sollte hier trainiert werden empfehlen Sportmediziner: Zweimal in der Woche 30 Minuten – weniger ist nicht effektiv 

Kraftzuwachs durch GerätetrainingKrafttraining im Alter ergänzt die ausdauernde sportliche Tätigkeit ideal. Wer mit Krafttraining sofort „Foltermaschinen“ oder „Muckibude“ assoziiert, der liegt völlig falsch. Gute Fitness-und Gesundheitsstudios verfügen heute über einen modernen Gerätepark, der, begleitet von Fachpersonal, ein differenziertes, zielorientiertes Training für unterschiedlichste Anforderungen bietet. Diese bieten Senioren individuelle Beratung und Betreuung an und nehmen schnell die Scheu vor dem oft „einschüchternden“ Gerätepark.

Die Möglichkeiten der Sportart Krafttraining sind beeindruckend: Je nach Übungswahl, Bewegungsumfang/-größe und Kraftrichtung lassen sich genau die Körperbereiche festigen, stabilisieren und leistungsfähiger machen, bei denen dies gewollt und notwendig ist. In seinem Buch (..) erklärt der Sportwissenschaftler Axel Gottlob diese Zusammenhänge im einzelnen. Jeder Anfänger könne durch ein differenziertes Training seine Kraft in überschaubarer Zeit verdoppeln, dies gelte für alle Altersstufen. Gottlob weist in diesem Zusammenhang auf verschiedene Untersuchungen hin, die belegen, dass selbst bei 70- bis über 90-Jährigen Muskulatur und Körperkraft prozentual genauso zunehmen wie bei jüngeren Menschen. Nach drei Monaten Krafttraining hatten die Menschen dieser Altersgruppe einen Kraftzuwachs von 100 Prozent.

Noch mehr gesundheitsfördernde Effekte Beim Krafttraining geht es nicht nur um Kraftzuwachs. Neben dem Aufbau einer gut ausgebildeten Muskelmasse bietet die muskuläre Mehrbeanspruchung weitere gesundheitsfördernde Effekte. Auch hier belegen die Studien der letzten Jahre die günstigen Auswirkungen für ältere und alte Menschen. So wird zum Beispiel die Alltagsmotorik verbessert. Untersuchungen konnten zeigen, dass die alten Menschen bereits nach 12 Wochen wieder schneller gehen, leichter Treppen steigen und sich besser bücken können. Darüber hinaus kann Krafttraining die Entstehung von Arthrosen verhindern und bei einer Vielzahl von orthopädischen Erkrankungen Verletzungen vorbeugen. Die muskuläre Aktivität hat auch einen günstigen Einfluss auf Altersdiabetes, steigert die Schlafqualität und verbessert das Kurzzeitgedächtnis. 

Bedeutsam sind auch die Ergebnisse im Bereich der Knochenmasse. Grundsätzlich kann eine höhere Knochendichte erhalten werden. Bei Osteoporose-Kranken ist es sogar möglich die Knochendichte, bei ausreichender Zufuhr von Kalzium, wieder leicht aufzubauen. Langanhaltende Trainingsreize von mindestens drei bis vier Monaten sind allerdings Bedingung. Regelmäßiges Muskelkrafttraining schützt und stabilisiert auch die Gelenke. Bei Älteren sollte vor allem der Fuß/Bein- (Fuß, Sprunggelenk, Knie, Hüfte) und Wirbelbereich muskulär gestärkt werden. Hier bringt eine Leistungssteigerung eine wirkliche körperliche Unabhängigkeit (sicheres Stehen und Gehen, stabiles Steigen).

Intensität, Dauer, MethodikWill man die genannten Effekte erreichen, muss mit einer hohen Belastungsintensität gearbeitet werden. Die Beanspruchung der Muskelgruppen sollte mit 70-80 Prozent der Maximalkraft erfolgen. „Häufig wird“, kritisiert Gottlob kritisiert, dass das Krafttraining bei älteren Menschen häufig mit sehr geringen Gewichten durchgeführt. Erde. An Belastungsdauer empfiehlt der Sportwissenschaftler ein zweimal wöchentliches Training von jeweils 30 bis maximal 60 Minuten. Voraussetzung: Der medizinische Check (internistisch, orthopädisch, Anamnese) habe keine spezifischen Problemfelder ergeben. Wer vorher keinen Sport gemacht habe und im fortgeschrittenen Alter einsteigen wolle, für den sei eine ärztliche Überprüfung unabdingbar, betont Gottlob. Werden Handikaps festgesellt, wie etwa Rücken- und Gelenkprobleme oder Herz-Kreislauferkrankungen, kann das Kraft- und Ausdauertraining selbstverständlich auch regenerativ eingesetzt werden. 

Mehr LebensqualitätIn der Summe hat das regelmäßige differenzierte Krafttraining eine erhebliche allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustandes zur Folge. Die Steigerung der Kraft geht gerade bei älteren und alten Menschen mit einem gesteigerten Selbstvertrauen einher und erhöht die Chance, im Alter länger selbstständig und leistungsfähig zu bleiben. Ein deutliches mehr an Lebensqualität für die Betroffenen.

Der sportliche (Wieder-)Einstieg ist jederzeit möglich. In jedem Lebensalter kann unter spezifischen Trainingsbedingungen die Körperkraft verbessert und gestärkt werden.Dies gilt ebenso für Beweglichkeit und Ausdauer. Welches Trainingsprogramm für ältere und alte Menschen letztendlich geeignet ist, ist dann im Einzelfall mit den Experten abzustimmen.         

In der sportmedizinischen Forschung besteht Einigkeit über den hohen gesundheitsfördernden und präventiv-medizinischen Wert der Ausdauersportart Laufen.

Laufen wirkt positiv auf:

die Konzentrationsfähigkeit: Das Gehirn wird mit der doppelten Menge Sauerstoff versorgt!

den Insulinspiegel: Die Körperzellen werden empfindlicher gegenüber dem blutzuckersenkenden Insulin.   Der „Alters-Diabetes“ wird so positiv beeinflusst!

das Immunsystem: Die Anzahl der Abwehrzellen, sog. „Killerzellen“, steigt an – Bakterien und Viren können wirkungsvoller bekämpft werden!

die Lunge: die Belüftung und Durchblutung wird deutlich gesteigert – Kohlendioxid schneller ausgeschieden!

das Herz-Kreislaufsystem: es wird leistungsfähiger und kann ökonomischer arbeiten. Die schlechten Blutfette sinken, das „gute“ HDL steigt an. Der Blutdruck normalisiert sich!